IMC 2003: Sessions

Session 310: Orient/Okzident: Kontakte und Konflikte in der Literatur des Mittelalters, II

Monday 14 July 2003, 16.30-18.00

Sponsor:University of Salzburg: SAMS.on (Salzburger Mittelalterstudien online)
Organisers:Ulrich Müller, Institut für Germanistik, Universität Salzburg
Siegrid Schmidt, Institut für Germanistik, Universität Salzburg
Moderator/Chair:Maria Elisabeth Dorninger, Institut für Germanistik, Universität Salzburg
Paper 310-bKrieg im Namen Gottes: Der Fall von Akkon aus der Sicht des Steirischen Reimchronisten Ottokar aus der Gaal
(Language: Deutsch)
Bettina Hatheyer, Institut für Germanistik, Universität Salzburg
Index terms: Historiography - Medieval, Language and Literature - German
Abstract

An diesen Sektionen der Universität Salzburg (“Sams.on”) wirken Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Forschungsschwerpunkte
mit. Als Ergebnis soll ein Mosaikbild zum Thema entstehen. Denn das Verhältnis von Europa zu seinen islamischen Nachbarn im Orient und südlich des Mittelmeers gehört derzeit und in der Zukunft zu den zentralen The­men und auch Problemen dieses großen Raumes.

Der Aufstieg des Islam seit dem 7.Jahrhundert führte unvermeidlich zu vielen Konflikten mit den verschiedenen angrenzenden machtgruppierungen, d.h. im ‘griechischen’ und ‘lateini­schen’ Europa, in Kleinasien, im Vorderen Orient und in Nordafrika, und ebenso natürlich mit den Persern sowie in Zentralasien und später auf dem indischen Subkontinent. Die Jahrhunderte der Kreuzzüge sind der heute noch bekannteste, aber keineswegs einzige Teil dieser oft erbitterten Auseinandersetzungen.

Gleichzeitig kam es jedoch zu oft intensiven Kontakten in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Kunst. Dabei darf nicht vergessen werden, daß
sich damals das ‘Kultur- und Zivilisations-Gefälle’ fast durchgehend vom islamischen Orient in den europäischen Okzident hinabbewegte – sehr viel
von dem, das etwa in mittelalterlichen Romanen als gut, teuer und kostbar galt (z.B. Stoffe, Gewürze, Parfüms, Waffen), kam aus dem Orient, und zwar auf den gut funktionierenden Handelswegen. Wie sich all diese Vorgänge und Phänomen in der Literatur niedergeschlagen haben, welches Bild vom jeweils Anderen in der Literatur greifbar wird soll in den Sektionen an Beispielen dargestellt und diskutiert werden.