IMC 2007: Sessions

Session 1623: Food, Fuel, and Other Supplies: City and Hinterland - SESSION WITHDRAWN

Thursday 12 July 2007, 11.15-12.45

Moderator/Chair:Kaspars Klavins, Faculty of Humanities, Daugavpils University, Latvia / School of Historical Studies, Faculty of Arts, Monash University, Victoria
Abstract

Paper b: In the medieval cities, food provisioning is one of the main worries of the municipal governments, these governments to regulate the sale create a legal frame of reference inspired by a series of sources of medical, religious and even popular character. The case of meat is a very particular case, since it is the second food in importance in the urban diets of Later Middle Ages, after bread; but simultaneously it is the most controversial food from a medical and a moral point of view. It is precisely the polemic character of meat that makes the municipal governments to generate great quantities of documentation about its sale.
Paper c: Noch bis ins 19. Jahrhundert war ohne den Wald und seine vielfältige Nutzung in Mittel- und Nordeuropa der Kampf ums alltägliche Überleben nicht zu gewinnen, noch weniger wäre Urbanisierung möglich gewesen. Als Lieferant der vorindustriellen Zentralressource Holz stellte er Rohstoff und Energieträger aller materiellen Produktion zur Verfügung; im Rahmen einer agro-silva-kulturellen Wirtschafts- und Lebensweise diente er als Nahrungsquelle für Tier und Mensch, war damit direkt wie indirekt Faktor der menschlichen Reproduktion. Aus dieser essentiellen Bedeutung ergab sich die gesellschaftliche Relevanz des Waldes: Letztlich mussten die Menschen die sich ihnen darbietende Waldsituation immer an ihrer je individuellen Alltagssituation reflektieren. Aus unterschiedlichen Nutzungsansprüchen entsprangen divergierende Nutzungsvorstellungen. Zwischen sozial, wirtschaftlich und politisch unterschiedlich konstituierten Nutzergruppen spannte sich um den Wald so ein Konfliktfeld, das sich gleichermaßen in die Kulturlandschaft wie die Archivquellen einschrieb. Anhand der spätmittelalterlichen Städte Goslar und Hildesheim und ihrer reichhaltigen Überlieferung soll diesem gesellschaftlichen Konfliktfeld innerhalb wie außerhalb der Stadtmauern vergleichend nachgegangen werden. Im spezifischen Kontext „Stadt“ stehen hier bei ganz unterschiedlichen naturalen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen vergleichende Fragen im Mittelpunkt, welche auf zu erwartende lokale Unterschiede, aber auch mögliche zeittypische Gemeinsamkeiten in der alltäglichen Waldbehandlung und gesellschaftlichen Ressourcenverhandlung abzielen. Der Wald wird dabei zum ebenso konkreten wie abstrakten Interaktions- und Kommunikationsfeld der Stadt und ihrer Bewohner sowohl untereinander als auch mit dem bäuerlichen Um- und Hinterland sowie den entstehenden Territorialgewalten.